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Mittwoch, 24 Oktober 2018 10:51

Mittelfristprognose - Erzeugte Strommenge aus erneuerbaren Energien steigt, Zubau und EEG-Umlage nehmen ab

Im Rahmen der EEG-Mittelfirstprognose hat das House of Energy Markets and Finance der Universität Duisburg-Essen die bundesweite Erzeugung aus erneuerbaren Energien für die Jahre 2019 bis 2023 prognostiziert. Die Ergebnisse aus der von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) in Auftrag gegebenen Studie bilden die Grundlage zur Bestimmung der EEG-Umlage und werden jährlich erstellt und von den ÜNB veröffentlicht. Die ÜNB haben basierend auf den erzielten Ergebnissen die EEG-Umlage für 2019 auf 6,405 ct/kWh festgelegt – nach 6,792 ct/kWh in 2018.

Das House of Energy Markets and Finance hat in der Studie „Mittelfristprognose zur deutschlandweiten Stromerzeugung aus EEG geförderten Kraftwerken für die Kalenderjahre 2019 bis 2023“ die Strommengen aus Erneuerbaren Energien für die kommenden Jahre ermittelt, insbesondere für das Jahr 2019. Diese Prognose stützt sich auf eine Abschätzung der künftigen installierten Leistung erneuerbarer Energien und dient der Ermittlung der zu entrichtenden Vergütungszahlen an EEG-geförderten Anlagen. Dabei werden nicht nur die installierten Kapazitäten und Strommengen von Wind- und PV-Anlagen prognostiziert, sondern auch die Energiemengen und die zu vergütenden Beträge aus Energieträgern wie Biomasse, Klärgas und Wasser. Diese Auszahlungen werden zusätzlich aufgeschlüsselt in die Kategorien Marktprämie, Einspeisevergütung sowie vergüteten Eigenverbrauch und auch Flexibilitätsprämien für Biomasse Anlagen.

Die Berechnungen des House of Energy Markets and Finance ergeben für das Jahr 2019 eine installierte Leistung von knapp 120 GW und prognostizieren eine Einspeisung von 217 TWh durch EEG-geförderte Kraftwerke. Dadurch erhöht sich der Auszahlungsbetrag an die Anlagenbetreiber auf 26,7 Mrd. € abzüglich vermiedener Netzentgelte. Die größten Zuwächse an installierter Leistung werden bei Solarenergie mit 2.500 MW und bei Windenergie mit 2.800 MW (Onshore und Offshore zusammen) erwartet, allerdings geht der Zuwachs bei der Windenergie im Vergleich zum laufenden Jahr deutlich zurück – eine Folge der Umstellung der EEG-Förderung ab 2017 auf ein auktionsbasiertes Verfahren. Obwohl von einer zunehmenden Stromerzeugung der EEG-geförderten Anlagen auszugehen ist und der Gesamtauszahlungsbetrag bis 2020 weiter steigen wird, wird die EEG-Umlage im kommenden Jahr sinken. Dies haben die ÜNB in einem nachgelagerten Prozess ermittelt - Ursache hierfür ist insbesondere der stark gestiegene Börsenstrompreis, der zu einem höheren Marktwert des eingespeisten Erneuerbarenstroms führt. Dementsprechend muss ein geringerer Teil der nach dem EEG zugesicherten Vergütungen durch die Umlage finanziert werden.

Die vollständige Studie des HEMF findet sich hier.

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