MODEX-POLINS

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Modellvergleich zur Wirkungsanalyse politischer Steuerungsinstrumente

Gefördert durch

 

Ausgangslage

Um Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in der Energiesystemanalyse stärker zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sechs verschiedene Modellexperimente (MODEX) zu aktuellen systemanalytischen Fragestellungen. Im Rahmen des Gesamtverbundes MODEX wird es darum gehen, die zunehmend komplexen Modelle der Energiesystemanalyse methodisch zu vergleichen. Zugleich soll der wissenschaftliche Austausch zwischen den Entwicklern intensiviert werden, um auch auf diese Weise die Qualität der Modelle weiter zu erhöhen.

Energiesystemmodelle und Elektrizitätsmarktmodelle werden regelmäßig dazu genutzt, Zielszenarien, Entwicklungspfade und Technologieoptionen für das deutsche (und europäische) Energiesystem bis zum Jahr 2050 o.ä. zu untersuchen. Daneben werden die Modelle aber auch immer wieder im Rahmen von Studien für die Bundesregierung (oder auch andere Auftraggeber) dazu eingesetzt, die Auswirkungen konkreter, ggf. kurzfristig umzusetzender politischer Steuerungsmaßnahmen zu analysieren. Auch Energieunternehmen nutzen solche Modelle, um die Auswirkungen politischer Maßnahmen z.B. im Kontext von Investitionsentscheidungen für Erneuerbare zu untersuchen.

Motivation

Die beschriebenen Analysen sind im Kontext einer wissenschaftlichen Politikberatung nach unserer Einschätzung wichtig und wegen der politischen Implikationen ist gerade hier eine Qualitätssicherung und Validierung von Modellergebnissen wesentlich. Daher planen wir, ein Modellexperiment gezielt durchzuführen, um die Ergebnisse unterschiedlicher Modelle bezüglich der Wirkungen ausgewählter politischer Steuerungsinstrumente zu vergleichen. Dabei liegt der Schwerpunkt voraussichtlich auf der Wirksamkeit in der kurzen bis mittleren Frist, da in der Praxis Politikinstrumente häufig danach beurteilt werden und Wendepunkte wie der Abschluss des Kernenergieausstiegs bis 2023 relevante Untersuchungsszenarien ermöglichen. Der Austausch zwischen den beteiligten Forschergruppen soll wesentlich dazu dienen, dass gemeinsam ein verbessertes Verständnis über wesentliche Wirkungszusammenhänge und Interdependenzen entwickelt wird und sich eine Best Practice zur Wirkungsanalyse herausbildet.

Ziele des Vorhabens

Konkret sollen im Rahmen dieses Forschungsprojektes drei Modellexperimente mit unterschiedlicher thematischer Ausrichtung durchgeführt werden, um anhand dieser Beispiele gemeinsam ein verbessertes Verständnis der relevanten Zusammenhänge zwischen Modellierungsspezifika und Ergebnissen einer Wirkungsanalyse politischer Instrumente zu erzielen und die eigenen Modellansätze hier jeweils zielgerichtet weiterzuentwickeln. Die thematische Ausrichtung der Modellexperimente folgt aktuellen politischen Fragestellungen im Kontext der Erreichung der Klimaziele (bspw. Strategien für einen nationalen Kohleausstieg oder CO2-Bepreisung) und der Bewertung von Fördermechanismen (bspw. für Kraft-Wärme-Kopplung).

 

Ansprechpartner

Dr. Michael Bucksteeg; Caroline Podewski, M. Sc.; Arne Pöstges, M. Sc.

 

 Projektkonsortium

 

Lehrstuhl für Energiewirtschaft der Universität Duisburg-Essen
Prof. Dr. Christoph Weber
Dr. Michael Bucksteeg
Caroline Podewski
Arne Pöstges
ewi Energy Research & Scenarios gGmbH
Dr. Eglantine Künle
Oliver Hennes
Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE
Dr. Diana Böttger
Richard Schmitz
Hertie School of Governance Gemeinnützige GmbH
Prof. Dr. Lion Hirth
Oliver Ruhnau
Öko-Institut e.V.
Dr. Markus Haller
Dr. Matthias Koch
David Ritter
Christian Winger