SDL Zukunft

Zukünftiger Bedarf und Beschaffung von Systemdienstleistungen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)


Hintergrund und Ziele
Das Vorhaben hat zwei grundlegende Ziele: einerseits sollen kurzfristig umsetzbare Lösungsvorschläge zur Erfüllung der EU-Strommarktrichtlinie ab dem Jahr 2021 erarbeitet werden, andererseits adressieren die Untersuchungen komplexe und strategisch wichtige Entscheidungen für die nächste Phase der Energiewende im Strombereich bis 2050.

Zunächst wird demnach untersucht, ob eine marktliche, d.h. in einem wettbewerblichen Verfahren organisierte, Beschaffung von nicht frequenzgebundenen Systemdienstleistungen (NF-SDL), wie z.B. Blindleistung oder Schwarzstartfähigkeit ökonomisch effizient wäre. Für solche NF-SDL, für die dies effizient erscheint, werden im Projekt konkrete Vorschläge für marktliche Beschaffungssysteme als Grundlage für den anstehenden Gesetzgebungsprozess auf nationaler Ebene ausgearbeitet.

Die Herausforderung besteht darin, Grundlagen für gesetzliche Regelungen und Regulierungsansätze in Deutschland zu schaffen, die unmittelbar praktisch anwendbar sind. Die damit eingeschlagene Richtung soll zugleich robust sein. Das bedeutet, dass die vorgeschlagenen Konzepte und Mechanismen auch dann noch anwendbar sind, wenn Stromerzeugung überwiegend auf erneuerbaren Energien basiert, Flexibilitäten in großem Maße von Speichern und Verbrauchern bereitgestellt werden und die europäischen Strommärkte und -systeme tief integriert sind.

Ansprechpartner
Dr. Michael Bucksteeg

Laufzeit: Dezember 2019 bis Juni 2022

Projektpartner
-    ef.Ruhr GmbH
-    Re-xpertise
-    Neon Neue Energieökonomik GmbH
-    BBH Becker Büttner Held PartGmbB